Ströhlaholz im Holzkurier

Ein Bericht über unser neues Warenwirtschaftssystem erschien im Holzkurier 18/2018. Dieser erläutert den Verlauf von Angebotserstellung bis Lieferschein, Auswertungen, umfassenden Analysen und Lieferantenbewertungen. Alles mithilfe von zwei branchenspezifischen IT-Systemen aus Österreich und Deutschland.

Losgröße 1 effizient fertigen
KVH-Hersteller setzt auf Warenwirtschaftssystem aus Österreich
Seit wenigen Monaten laufen die Anlagen bei Holzwerke Heinrich Ströhla wieder. Das Sägewerk samt angeschlossener Weiterverarbeitung brannte im August 2015 vollständig nieder. Die Familie Ströhla entschloss sich für einen Wiederaufbau – jetzt ist allerdings am alten Platz eine KVH-Linie in Betrieb.

Bereits seit den 1990er-Jahren beschäftigte sich Heinrich Ströhla in der Weiterverarbeitung mit keilgezinkten Produkten. Nach dem Brand im August 2015 traf er mit seiner Familie die Entscheidung, in eine KVH-Produktion zu investieren. „Wir sehen in der Weiterverarbeitung größere Chancen als im Sägewerk“, meint auch sein Sohn, Hannes Ströhla. Die Kunden fordern fast nur mehr
trockenes, maßhaltiges Bauholz. Damit trifft man mit KVH den Puls der Zeit. „Wir haben in einen wachsenden Markt investiert“, ist sich Heinrich Ströhla sicher.
Aufgrund einer ausgeklügelten Produktionslösung kann Ströhla zudem mit der gleichen Anlage auch Duobalken oder BSH produzieren. Holzwerke Ströhla liefern komplett kommissioniertes Listen-KVH und auf Wunsch den einen oder anderen BSH-Balken. Die Produktion ist auf eine Menge von etwa 25.000 m3/J im Zweischichtbetrieb ausgelegt.

Apothekermengen

Ströhla hat sich auf Kleinmengen in den geforderten Dimensionen spezialisiert. „Ursprünglich wollten wir uns auf zehn Querschnitte konzentrieren. Jetzt sind etwa 60 verfügbar – in jeder Länge von 2,4 bis 16 m“, meint Heinrich Ströhla. Da man mit Losgröße 1 und nur wenigen Tagen Lieferzeit bei den Kunden punkten will, braucht es eine entsprechende Planungssoftware beziehungsweise ein flexibles Warenwirtschaftssystem. Ströhla entschied sich dabei für den Holz-Manager von Info-Data, Lichtenberg. Aufgrund jahrelanger Erfahrung und enger Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelte Info-Data dieses umfangreiche Warenwirtschaftssystem für die Holzindustrie. Jeder Kunde kann sich durch den modularen Aufbau seinen individuellen Holz-Manager konfigurieren lassen. Bei Holzwerke Ströhla hat man sich ebenfalls für einige, zum Betrieb passende Bausteine des Holz-Managers entschieden.

Rohware erfassen

Ströhla kauft das Schnittholz von den umliegenden Sägewerken zu. Um bei der Produktion flexibel und schnell gleichermaßen zu sein, liegt eine entsprechende Menge auf Lager. „Derzeit sind es etwa 3000 m3“, sagt Hannes Ströhla mit Blick auf den Schnittholzplatz. Der Holz-Manager hilft beim Einkauf und bei der Lagerung. „Wir können mit der Software die Paketscheine erstellen und das Einlagern im Rohwarenlager überwachen“, erklärt Gregor Flamme. Er ist für den Verkauf von Info-Data in Deutschland zuständig. Des Weiteren lässt sich der Einkauf von allgemeiner und auftragsbezogener Handelsware über den Holz-Manager organisieren und man kann ebenfalls Paketscheine
drucken. Da Ströhla ausschließlich auftragsbezogen produziert, kann es sein, dass von einem Schnittholzpaket nur wenige Laufmeter für die KVH-Produktion benötigt werden. Das restliche Holz bekommt wieder den Paketzettel verpasst und der Staplerfahrer lagert es in die Regale ein, bis er das nächste Mal diese Dimension benötigt.

Detaillierte Erfassung und Analyse

Beim Eingang eines Auftrages gibt der Mitarbeiter Stefan Baum sämtliche notwendigen Daten in den Holz-Manager ein. Nach Möglichkeit fasst er mehrere Aufträge zusammen, um die Produktion effizient zu gestalten. Der Holz-Manager erstellt automatisch eine Liste, wie viele Stück mit welchem Querschnitt benötigt werden, und übergibt alle relevanten Daten an die Produktionsplanung von Alfha, Finnentrop/DE. Der Holz-Manager übermittelt die Rohwaren-Paketdaten an Alfha für Verbrauchsbuchungen des Lagers. Des Weiteren gibt es eine automatische Rückmeldung der Fertigwarenpakete ans Lager, auch von KVH-Listenpaketen mit vielen Dimensionen. „Mit der Software lässt die Verladung aller Waren über einen Mobilscanner organisieren beziehungsweise verwalten. Der Mitarbeiter druckt dazu den Verladeschein mit allen fertig verladbaren Paketen für den Kunden aus“, erklärt Flamme. Zudem erstellt der Holz-Manager automatisch Lieferscheine für jeden Auftrag. Das flexible Auswertungssystem bietet Ströhla die Möglichkeit, umfassende Analysen vorzunehmen. Das Auswerten von Lagerständen, das Abrufen von Verbrauchs- und Einkaufsdaten oder Monats-, Kunden- beziehungsweise Lieferantenvergleiche sind nur einige Beispiele. Zudem lassen sich buchhaltungsrelevanten Daten an die Finanzbuchhaltung übergeben. Ströhla ist mit der Applikation von Info- Data und der Betreuung durch Flamme sehr zufrieden: „Ohne Holz-Manager wäre die Planung beziehungsweise Auftragserfassung nicht mehr denkbar.“