Zeittafel

Die Rauschenhammermühle gehört zu den ältesten Sägewerken Deutschlands. Seit 1661 ist der Betrieb im Besitz der Familie Ströhla. Im 355. Jahr ereignet sich der schwerste Schicksalsschlag der Firmengeschichte: ein Großfeuer vernichtet in der Nacht vom 22. auf den 23. August 2015 das gesamte Werk. Die Feuerwehren sind machtlos.

Angrenzendes Waldgebiet wird vom Feuer erfasst. Katastrophenalarm wird ausgerufen. Im Morgenlicht zeigen apokalyptische Bilder das ganze Ausmaß des Supergaus. Wochen später trifft die Familie die Entscheidung zum Wiederaufbau. Ströhlas sind aus dem Holz geschnitzt, das sie bearbeiten. Bodenständig, echt und sturmerprobt.

Heute
21. Dezember 2017

Ab sofort sind die Holzwerke Heinrich Ströhla wieder berechtigt Keilgezinktes Vollholz zu produzieren

30. Juni 2017

Die Montage hat begonnen. Fünf Gewerke arbeiten gleichzeitig in der Halle, um die Produktionslinie so schnell wie möglich fertigzustellen. 

29. September 2016

Der Aufbau beginnt. Das lokale Hoch- und Tiefbauunternehmen AS Hof GmbH führt erste Tätigkeiten an der Bebauungsfläche durch. 

April 2016

Die Brandruine ist beseitigt. Das Areal steht für die Neubebauung bereit.

28. September 2015

Die Brandruine ist von den Behörden wieder freigegeben. Es kann mit den Aufräumarbeiten begonnen werden. Wenige Wochen später beginnen die Arbeiten zur Verschrottung der Brandruine.

24. August 2015

Zwei Tage vor seinem 60. Geburtstag steht Heinrich, der 10. Ströhla-Müller, vor der Brandruine seines total zerstörten Werkes. In die bisherige 355-jährige Firmengeschichte ist der “Supergau” eines Sägewerkes eingetreten. Die Produktionsanlagen sind vernichtet.

23. August 2015

Im Morgenlicht des Sonntags wird das ganze Ausmaß des Großbrandes ersichtlich. Selbst die Stahlträger der Hallen haben sich durch die extremen Temperaturen zu skurrilen Skulpturen geformt.

22. August 2015

Gegen 23 Uhr beginnt das Inferno in der Rauschenhammermühle. Der Brand entwickelt sich zur Katastrophe und kann von den über 1000 Einsatzkräften der Feuerwehren aus ganz Oberfranken nicht unter Kontrolle gebracht werden. Die einzig gute Nachricht dieser Nacht: keine Personen kamen zu Schaden. Es herrscht Ausnahmezustand. Katastrophenalarm wird ausgerufen, weil auch angrenzende Waldflächen vom Feuer erfasst werden.

2015

Im Tal der Wilden Rodach erstreckt sich auf einer Länge von mehr als einem Kilometer ein moderner Betrieb im Frankenwald, der sich harmonisch in die Landschaft fügt.

2006

Die Holzwerke Ströhla gehören zu den traditionsreichsten Sägewerken Deutschlands. Moderne Sägewerkstechnologie produziert Qualitätsprodukte, die deutschlandweit anspruchsvolle Kunden bedienen.

1999

Der wirtschaftliche Erfolg, die Tradition und die kulturelle Kompetenz der Familie Ströhla wird vermehrt von den Medien reflektiert. Im Frankenwald-Bildband von Reinhard Feldrapp und Sabine Raithel wird die Familiengeschichte behandelt.

1986

Zum 325-jährigen Firmenjubiläum präsentieren sich die Holzwerke Heinrich Ströhla als blühendes Unternehmen. Die Herausgabe einer Festschrift, das Sponsoring von Kunst und heimatlicher Kultur dokumentiert modernes Unternehmertum.

1961

Die Brüder Heinrich und Horst Ströhla treten als 9. Generation ihren Dienst an. Sie machen das Werk zu einem der modernsten Sägewerke Deutschlands.

1936

Die Gatter der Rauschenhammermühle.

1928

Holztransport

1922

Die Anfänge des Umbaus einer neue Ära des technischen Zeitalters in der Rauschenhammermühle.

1893

Am 26. Juli 1893 wird Heinrich Ströhla geboren, der ab dem Jahr 1913 die Geschicke der Rauschenhammermühle mit starker Hand leiten wird. Während die Mutter bis ins hohe Alter als letzte Müllerin auf der Rauschenhammermühle arbeitete, gelang es dem Sohn, die Möglichkeiten des technischen Fortschritts voll auszuschöpfen und sein Erbe zu einem modernen Holzwerk auszubauen. Am 5. März 1961 verstarb Heinrich Ströhla, den man auch den “Holzkönig des Frankenwaldes” nannte.

Juli 1812

Der 67 Jahre alte Andreas Ströhla fühlt sich vom Franzosenkaiser an den König von Bayern verkauft und wagt es “Anführer der Gutsbesitzer zu werden, die eine gerichtliche Entscheidung über die … neu auferlegten Fronleistungen verlangten und bis dahin diese zu verweigern erklärten”. Anstelle eines Vergleichstermins wurde er mit drei weiteren Personen am 13. Juli 1812 “gefänglich niedergesetzt”.

1709

Im Alter von 77 Jahren verstarb der erste Ströhla-Müller. Zu dieser Zeit entstanden am Main große Bauwerke: Kloster Banz, Schloss Pommersfelden und auch Vierzehnheiligen. Viel Holz wurde hier als Baustoff benötigt.

1694

Der in einer Urkunde von 1694 erwähnte Schneidgang bestand aus einem Gatter mit Holzrahmen.

In dem vom Markgrafen Christian Ernst zu Bayreuth-Brandenburg am 21. Oktober 1661 unterzeichneten Lehensbrief steht, „itzo Hanns Ströhla, Müller, den Hammer, der Rauschenhammer genannt, käuflich inne hat und besitzet.“ Damit hat die Geschichte der Ströhla auf der Rauschenhammermühle begonnen.

1661